BAUPROJEKT

Alice träumte schon lange davon, ein neues Schulhaus für Safisha zu bauen. Cycle For Safisha Africa (mehr Infos unter CFSA) setzte im Jahr 2017 den Startschuss für die Finanzierung des Bauprojekts von Safisha. Das Grundstück für die neue Schule konnte durch die Einnahmen der Spendenaktion gekauft werden. Es liegt etwas ausserhalb von Nairobi und befindet sich in einer sicheren Umgebung.

Das Bauprojekt verfolgt folgende Ziele:

Einen unentgeltlichen Zugang zur Bildung für unterprivilegierte Kinder
An öffentlichen Schulen in Kenia müssen die Eltern Schuluniformen, Hefte, Bücher, ja sogar die Schulbänke selber bezahlen. Leider haben viele die finanziellen Mittel dafür nicht, was dazu führt, dass die Kinder keine Bildung erhalten und auf der Strasse leben.

Ein sicheres Zuhause für die Schülerinnen und Schüler
Bis anhin besuchten die Kinder die Schule nur tagsüber und wohnten in sehr armen Umständen entweder bei ihren Eltern oder einem Vormund. Leider kommt es immer wieder vor, dass einige plötzlich nicht mehr in die Schule kommen. Dies weil die Erziehungsberechtigten häufig die Wichtigkeit einer Bildung nicht einsehen und die Kinder so schnell wie möglich arbeiten gehen lassen. Häusliche Gewalt und mangelnde Ernährung zu Hause gehören ebenfalls zum Alltag von vielen Schülerinnen und Schülern.
Ziel ist es nun, auf dem neuen Grundstück eine „Boarding School“ (Internat) aufzubauen, damit die Kinder den oben genannten Problemen entkommen.

Ein Schulzimmer für jede einzelne Klasse
Momentan gibt es bei Safisha aus Platzgründen gemischte Klassen. In der neuen Schule sollen alle acht Klassen sowie die Kindergartenstufe und die Einschulungsklasse ein eigenes Klassenzimmer erhalten, damit ein Lernen vereinfacht und optimiert wird.

Bessere Hygiene
Safisha bemüht sich sehr, auf eine gute Hygiene an der Schule zu achten. Allerdings ist dies mit nur einer Toilette für knapp 200 Kinder und einer sehr kleinen und improvisierten Küche äusserst anspruchsvoll. An der neuen Schule werden mehr Toiletten sowie eine gut ausgestattete Küche zu finden sein, was die Hygiene erhöht und das Risiko von Krankheiten vermindert.

Ein Pausenplatz
Ebenfalls aufgrund des Platzproblems hat es an der Schule nur einen kleinen Platz zum Spielen während der Pausen. Das neue Grundstück ist sehr geräumig und ermöglicht Raum zur Bewegung.

Lehrer- und Materialzimmer
Um die Arbeit der Lehrpersonen zu vereinfachen, werden zusätzliche Räumlichkeiten erschaffen

Wichtig bei einem solchen Projekt ist natürlich auch, die Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Alice Muhonja’s Idee ist, schlussendlich auch Kinder aus besseren Verhältnissen aufzunehmen und von diesen allerdings eine Schulgebühr zu verlangen. Zusätzlich wird die monatliche Miete der Schule entfallen, welche in der Vergangenheit häufig Schulden verursachte. Auch bietet das Grundstück die Möglichkeit, einen eigenen Garten anzupflanzen. Somit werden die Ernährungskosten reduziert. Natürlich wird Safisha Africa Welfare Foundation auch nach dem Bau der Schule auf Spenden angewiesen sein. Alice nimmt allerdings immer Freiwillige auf, welche an der Schule aushelfen und oftmals verschiedene Kontakte für Spendengelder aufbauen können.

Wie man sehen kann, stecken also grosse Pläne hinter dem ganzen Projekt, welche alle darauf hinarbeiten, den Kindern eine Perspektive für die Zukunft zu bieten.


Das Bild zeigt Alice auf dem neuen Grundstück. Das Projekt geht Schritt für Schritt voran. Solange nicht genug finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um mit dem eigentlichen Bau zu beginnen, wird das Land benutzt, um Bohnen und Mais anzupflanzen. Ziel ist, die Erträge für die Mahlzeiten in der Schule zu benutzen.